1 Jahr erschwinglich-nachhaltig

Rückblick 2021, Ausblick 2022

Vor ziemlich genau einem Jahr bin ich mit der Webseite und dem Instagram-Kanal von erschwinglich-nachhaltig gestartet. Ich habe dabei vor allem meine eigene Reise hinzu mehr Nachhaltigkeit in meinem Alltag dokumentiert und meine Gedanken und Berechnungen geteilt. Heute möchte ich zurück schauen und das vergangene Jahr analysieren, aber auch in wenig nach vorne schauen auf das Jahr 2022 und seine neuen Möglichkeiten.

Rückblick

Alles hat mit einer einzigen Idee begonnen. Mit der Idee, im Bad kein Plastik mehr zu haben bzw. zu benutzen. Daraus erwuchs recht schnell bei mir ein geweiteter Blick auf das Thema Nachhaltigkeit. Es gibt heutzutage zwei Handlungsbereiche, die mir sehr am Herzen liegen, wenn ich über Nachhaltigkeit nachdenke, spreche oder schreibe. Das ist zum Einen nach wie vor das Thema Plastik und sonstiger Müll, allem voran dasjenige Plastik, das nur einmal benutzt wird – Pfandflaschen aus Plastik sind nochmal ein anderes Ding, wie ich finde. Das ist aber auch zum Anderen das Thema Klimakrise und Vermeidung von klimaschädlichen Emissionen.

Kampf dem Plastikmüll

Und so haben sich dann über das Jahr auch meine Beiträge gestaltet. Ein wesentlicher Themenkomplex war mein plastikfreies Badezimmer. Ich habe einige Beiträge verfasst, die sich darum drehen, Plastik aus dem Badezimmer zu verbannen. Ich bin stolz darauf, dass ich jetzt sagen kann, dass mein Badezimmer – bis auf wenige, medizinische Ausnahmen – plastikfreie Zone ist. Alles in allem belaufen sich meine Mehrkosten im ersten Jahr auf knappe 70€. Dabei fallen der Rasierhobel und die Zahnputztabletten am meisten ins Gewicht.

Wenn ich aber nur mal die Erstanschaffung für den Rasierhobel rausnehme, weil die laufenden Kosten für Ersatzklingen vernachlässigbar sind, sind es schon 20€ weniger und das plastikfreie Badezimmer kostet mich im Jahr nur etwa 50€ mehr. Und für die Zahnputztabletten, den zweiten wirklich größeren Posten in der Rechnung, finde ich vielleicht noch eine erschwinglichere Alternative – wobei ich sagen muss, dass es gerade für unterwegs echt praktisch ist, einfach eine passende Anzahl dieser Tabletten mitzunehmen.

Mein Favorit aus 2021 – festes Deo
Mehrkosten plastikfreies Badezimmer

Emissionsvermeidung

Ein weiterer Themenschwerpunkt war die Elektromobilität. Das Thema hat sich mehr zufällig ergeben, weil wir ein neues Auto benötigten. Was bot sich da mehr an als mal in das Thema E-Auto reinzuschauen. Wir haben also alle beschriebenen Förderungen für uns selbst in die Wege geleitet und ich habe darüber geschrieben. Seit Mai ist unser Elektroflitzer unser favorisiertes Fahrzeug, um Fahrten im näheren Umkreis bis 150km zu bewerkstelligen.

Ausblick

Noch weniger Plastik

Was soll noch kommen? Ich muss gestehen, ich weiß es noch nicht. Aber eines weiß ich bestimmt, wir haben noch eine Menge Potenzial, um im Haushalt als Familie Plastik und auch sonstigen Müll einzusparen. Da sollten die Themen eigentlich nicht so schnell ausgehen. Ich möchte zum Beispiel gerne nach und nach unsere Küchenutensilien auf plastikfreie Alternativen umstellen. Dies aber nicht in einer Hau-Ruck-Aktion, sondern immer, wenn etwas kaputt geht, durch plastikfreie Alternative ersetzen. Also das was da ist so lange wie möglich nutzen und erst dann wegschmeißen.

Eiche Noah
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Konsum nach Nachhaltigkeitskriterien

Bei meiner Kleidung möchte ich immer mehr darauf achten, dass keine Plastikfasern enthalten sind und auch, dass die Kleidung unter fairen, nachhaltigen Bedingungen und am besten in Europa (für Kleidung ja eigentlich schon regional) gefertigt wurde. Da ich nicht so oft neue Kleidung kaufe, wird auch das ein Prozess über mehrere Jahre sein, solange, bis eben mein Kleiderschrank nur noch nachhaltige Textilien beherbergt.

Ich möchte ferner weiterhin meinen Fleischverzehr minimieren, vorrangig aufgrund der Klimarelevanz – ich weiß, auch Tierwohl ist ein starkes Argument gegen Fleisch. Auch Fairtrade soll weiterhin und vermehrt bei uns gekauft werden.

Letzte Worte in 2021

Aber eines ist mir in dem Jahr auch klar geworden. Bei allem, was jeder von uns als Einzelne:r in seinem (Konsum-)Verhalten verändern kann, es braucht trotzdem von politischer Ebene Vorgaben, vorrangig für Unternehmen, um noch mehr erreichen zu können in kürzerer Zeit. Es braucht aus der Politik Anreize, Plastik bzw. Müll allgemein zu vermeiden. Es braucht aus der Politik Anreize, Emissionen noch schneller zu reduzieren. Ich denke, Konzepte dafür gibt es zu Genüge. Wir müssen nur endlich in der Masse anfangen.

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